Der Publizist Harald Martenstein schreibt in dem Sammelband »WENN
DAS DENKEN DIE RICHTUNG ÄNDERT« unter dem Titel »Wie ich Faschist wurde«:
»Was bedeutet es heute für mich, links zu sein? Links zu sein bedeutet, dass man von Freiheit und Vielfalt redet und Freiheit und Vielfalt beseitigt, sobald man am Ruder ist (…) Wer widerspricht, wird gecancelt, sofern man die Macht dazu hat (…)«
»Ich war jetzt also zum ersten Mal eine Art
Nazi geworden, oder ein Faschist, sozusagen ein Demokratie-Nazi, weil ich nicht
ja sagen wollte zur Sozialistischen Demokratie, der einzig wahren Demokratie.
Dort gewinnen immer die Richtigen, und wer das ist, bestimmen die Führer.«
»Denn der Nazi-Vorwurf ist ja die Wunderwaffe
der Linken, ihre V2, ihre Drohne und ihre Wasserstoffbombe in einem. Wer
versucht, ihnen diese Waffe zu entwinden, muss sich warm anziehen.«
»Ich finde, man sollte mit Worten wie ›Nazi‹
oder ›Faschist‹ so umgehen, wie es die Homosexuellen in vorbildlicher Weise mit
dem einstigen Schimpfwort ›schwul‹ getan haben. In diesem Sinn bin ich Faschist
und stehe dazu. Dieser Satz wird selbstverständlich aus dem Zusammenhang
gerissen werden, vielleicht bei Böhmermann. So machen sie es immer. Aber das
ist mir inzwischen schnurzpiepeegal.«
Zu sagen gäbe es noch viel. Vor allem
hinsichtlich einschlägiger Medien. Aber was solls. Eigentlich ist alles gesagt.