Abstieg

16.7.2026

Laut der Bibel sind alle Menschen vor Gott gleich. Das ist die grosse Botschaft des Christentums.

Seit der Französischen Revolution sind die Menschen vor dem Gesetz gleich, womit die Gleichheit auf weltliche Bereiche überging.

Heute gelten alle Menschen als gleich, wodurch ihre Unterschiedslosigkeit proklamiert wird und damit auch ihre Identitätslosigkeit. Der Abstieg hat damit einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Der Mensch ist aus sich selbst vertrieben worden.


Veröffentlicht am 16.07.2026 7:47 Uhr.

Wenn das Denken seine Richtung ändert

15.7.2026

Der Publizist Harald Martenstein schreibt in dem Sammelband »WENN DAS DENKEN DIE RICHTUNG ÄNDERT« unter dem Titel »Wie ich Faschist wurde«:

»Was bedeutet es heute für mich, links zu sein? Links zu sein bedeutet, dass man von Freiheit und Vielfalt redet und Freiheit und Vielfalt beseitigt, sobald man am Ruder ist (…) Wer widerspricht, wird gecancelt, sofern man die Macht dazu hat (…)«

»Ich war jetzt also zum ersten Mal eine Art Nazi geworden, oder ein Faschist, sozusagen ein Demokratie-Nazi, weil ich nicht ja sagen wollte zur Sozialistischen Demokratie, der einzig wahren Demokratie. Dort gewinnen immer die Richtigen, und wer das ist, bestimmen die Führer.«

»Denn der Nazi-Vorwurf ist ja die Wunderwaffe der Linken, ihre V2, ihre Drohne und ihre Wasserstoffbombe in einem. Wer versucht, ihnen diese Waffe zu entwinden, muss sich warm anziehen.«

»Ich finde, man sollte mit Worten wie ›Nazi‹ oder ›Faschist‹ so umgehen, wie es die Homosexuellen in vorbildlicher Weise mit dem einstigen Schimpfwort ›schwul‹ getan haben. In diesem Sinn bin ich Faschist und stehe dazu. Dieser Satz wird selbstverständlich aus dem Zusammenhang gerissen werden, vielleicht bei Böhmermann. So machen sie es immer. Aber das ist mir inzwischen schnurzpiepeegal.«

Zu sagen gäbe es noch viel. Vor allem hinsichtlich einschlägiger Medien. Aber was solls. Eigentlich ist alles gesagt.


Veröffentlicht am 15.07.2026 11:14 Uhr.

Selektive Nachwehen

5.7.2026

In der Zeitschrift Sezession soll, gemäss Recherchen der AZ, ein einstiger Neonazi Artikel geschrieben haben.

Geht man davon aus, dass einem seine Vergangenheit nie verziehen wird, hätte konsequenterweise auch Joschka Fischer nie Aussenminister und Vizekanzler der BRD werden dürfen. Fischer war in der 1970er Jahren Kopf einer militanten, linksextremen Gruppierung und beteiligte sich an gewaltsamen Strassenschlachten.

Dasselbe gilt für das Gründungsmitglied der »Grünen«, Hans-Christian Ströbele, der wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in den 80er Jahren zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt wurde.

Ebenso der spätere »Grünen«-Kommunalpolitiker Reinhard Bauhaus. Er war zuvor Mitglied der terroristischen Vereinigung 2. Juni.

Und auch Lothar Bisky. Das einstige SED-Mitglied (Sozialistische Einheitspartei der DDR), trat nach der Wende der Partei »Die Linke« bei und war sodann Mitglied des Europäischen Parlaments.


Veröffentlicht am 05.07.2026 19:14 Uhr.

Irrenhaus

29.6.2026

Giuseppe Gracia, Herausgeber des Schweizer Monat, schreibt heute in seinem Newsletter: »Eine geistig wache Gesellschaft braucht aber das freie Denken, ohne Angst vor linken oder rechten Fettnäpfchen. Sonst könnte wahr werden, was Friedrich Dürrenmatt seinen Möbius in den Physikern sagen lässt: ›Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff.‹«

Ist Möbius`Aussage nicht bereits schon wahr geworden?


Veröffentlicht am 29.06.2026 16:14 Uhr.

Demokratie

25.6.2026

Die mutige Kritikerin des Nationalsozialismus, Ricarda Huch, schrieb 1931 (angesichts der Wirren der Weimarer Republik):

»Ich kann, wenn ich ehrlich sein will, nichts durchweg Erfreuliches sagen. Ich kann auch nichts Einfaches sagen, da die Situation zu kompliziert ist. Ich bin nicht marxistisch, ich bin nicht kapitalistisch, ich bin nicht nationalsozialistisch, aber ich bin auch nicht schlichtweg demokratisch im heutigen Sinn.«

Das führt zur grundsätzlichen Frage nach dem Wesen der Demokratie. Festgestellt werden kann zunächst, dass es problematisch ist, wenn weniger als die Hälfte der Bevölkerung an Wahlen und Abstimmungen teilnimmt. Ebenfalls problematisch ist es, wenn Medien und einflussreiche Organisationen wie etwa die Grosskonzerne, den Ausgang von Wahlen und Abstimmungen massgeblich beeinflussen oder gar entscheiden können. – Über diese Dinge müsste zumindest nachgedacht werden dürfen. Oder ist diese Haltung bereits (gesichert) rechtsextrem?


Veröffentlicht am 25.06.2026 7:29 Uhr.

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